Einleitung

In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist, fŸr viel gefŠhrlicher als derjenige, der den Schmutz macht. !!!!!

    - Kurt Tucholsky (1890-1935), dt. Schriftsteller
‎"La noblesse authentique et vivante est toujours ouverte, elle n'humilie ni ne blesse tout en demeurant intraitable pour dŽnoncer les fausses prŽtentions et les fausses valeurs". Michel de Preux

    


Die Aufgabe dieses Werkes ist es die …ffentlichkeit Ÿber ein PhŠnomen aufmerksam zu machen, dass sicher schon immer existierte aber durch die modernen Medien, allen voran das Internet mit seinen sozialen und beruflichen Netzwerken sich enorm verbreitet: die Hochstapelei.

Was ist ein Hochstapler?

Ç Hochstapler sind Personen, die mehr scheinen wollen, als sie sind, indem sie einem hšheren gesellschaftlichen Rang, eine bessere berufliche Position oder ein grš§eres Vermšgen vortŠuschen, hŠufig in der Absicht des Betrugs.

HŠufig machen Hochstapler von sich reden, die ihre Umwelt Ÿber einen lŠngeren Zeitraum zu tŠuschen vermšgen, etwa wenn sie, ohne aufzufallen, als €rzte oder andere Experten tŠtig sind. Mundus vult decipi (Die Welt will betrogen werden) Ð unter diesem Motto schaffen es BetrŸger immer wieder, die LeichtglŠubigkeit und das Vertrauen ihrer Mitmenschen auszunutzen. Trotzdem genie§en sie gewisse Sympathien, wenn sie als moderne Eulenspiegel auftreten, die MissstŠnde aufdecken oder die Geldgier ihrer Opfer entlarven.

 

Etymologie

Der Begriff Hochstapler bedeutete ursprŸnglich Bettler. Stapeln entstammt einer Theorie zufolge aus dem Rotwelsch und bedeutete betteln, tippeln. Die Silbe hoch wiederum besagt, dass die Person sich als vornehm ausgibt.

1851 wird ein Hochstapler in dem Buch Die gefŠhrlichen Klassen Wiens definiert als ãein gefŠhrlicher Bettler, der mit falschen Attesten Ÿber erlebte UnglŸcksfŠlle oder dergleichen und, indem er gewšhnlich adlige Namen und Titel sich beilegt, vorzŸglich die hšheren StŠnde brandschatzt

 

Strafbarkeit

Hochstapelei als solche ist nicht strafbar. Unter bestimmten Voraussetzungen kann sie aber einen der folgenden StraftatbestŠnde erfŸllen:

Die Voraussetzungen fŸr einen Betrug liegen vor, wenn der Hochstapler sein Opfer durch VortŠuschung falscher Tatsachen (hier: Ÿber seine IdentitŠt) schŠdigt. Eine UrkundenfŠlschung besteht im Wesentlichen darin, dass jemand mit einem falschen Namen unterschreibt. Im Fall einer Amtsanma§ung fŸhrt der Hochstapler Handlungen aus, zu deren AusfŸhrung nur Amtspersonen berechtigt sind. ãUnrechtmŠ§ige FŸhrung akademischer GradeÒ wird einem Hochstapler vor allem dann vorgeworfen, wenn er sich zum Beispiel zu Unrecht ãDoktorÒ nennt.

Eine Ordnungswidrigkeit begeht der Hochstapler, wenn er sich unbefugt mit einem staatlich geschŸtzten Berufstitel bezeichnet.

Sieht man Hochstapler nicht als blo§e Kriminelle (die sie nicht in jedem Fall sein mŸssen, z. B. dann nicht, wenn sie die o. g. ãFallenÒ meiden), so verweist ihre Maskerade auf die Problematik der IdentitŠt und gesellschaftlicher Rollen.

 

Beispiele aus der Rechtsgeschichte (Auswahl)

 

Auszug aus Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Hochstapler

Wenn auch die Hochstapelei in vielen FŠllen nur eine reine Selbstdarstellung sein kann, so ist und bleibt sie eine IrrefŸhrung der …ffentlichkeit, die ein Recht daran hat Ÿber solche Menschen informiert zu werden; dies ist der Sinn des Schlusssatzes einer UrteilsbegrŸndung, die Sie unter Rechtslage sehen kšnnen.

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